Unterschiede, die einen Unterschied machen

Ausstellung

Veröffentlicht: 2011

Herausgeber_in:
Antidiskriminierungsbüro Sachsen e. V.

Eine Arbeitsstation der Ausstellung

Wir alle vereinen unterschiedliche, unveränderliche Merkmale ins uns. Doch es gibt Unterschiede, die einen Unterschied machen – egal ob wir eine Arbeit suchen, einen Termin auf der Behörde haben oder in der S-Bahn sitzen. Die Ausstellung geht der Frage nach: Wie wirkt sich Diskriminierung auf Menschen aus?

Hintergrund

Ein Bewerber wird abgelehnt weil er Schwarz ist. Einem lesbischen Paar wird ein gemeinsames Bankkonto verweigert. Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf werden nur in Einzelfällen in die Regelschulen integriert. -
Mit dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) ist zwar 2006 ein weitgehendes Diskriminierungsverbot gesetzlich verankert worden - und doch: Von einer Kultur der Gleichbehandlung und einer selbstverständlichen Wertschätzung von Diversität sind wir noch immer weit entfernt. Für viele Menschen gehört Diskriminierung zur Lebensrealität. Denn im beruflichen wie privaten Alltag fehlen Sensibilität und das Wissen um konkrete Handlungsmöglichkeiten.

Vor diesem Hintergrund ist 2009 im Antidiskriminierungsbüro Sachsen e.V. (ADB) die Idee zu einer Ausstellung entstanden. Sie soll eine Brücke zwischen interessierter Fachwelt und breiter Öffentlichkeit schlagen und insbesondere die Perspektive derjenigen Menschen, die von Diskriminierung betroffen sind, in den Mittelpunkt rücken.

Leitfragen der Ausstellung

  • Was ist für mich "normal"? Welche Menschen kommen in meiner "Normalität" vor, welche nicht?
  • Was ist Diskriminierung? 
  • Was macht Diskriminierung mit Menschen? 
  • Wie geht es anders? 

Ziele und Methoden der Ausstellung

  • Die Ausstellung möchte gewohnte Sicht- und Denkweisen bewusst irritieren. 
  • Inhalte und Debatten werden erlebnisnah und anschaulich in einzelnen Stationen dargestellt. 
  • Als visueller "roter Faden" zieht sich eine Fotoserie durch die Ausstellung.
  • Die Perspektiven von Betroffenen und ihre Erfahrungen von Ausschluss und Ungleichbehandlung werden in den Mittelpunkt gerückt.
  • Besucher_innen erhalten durch persönliche Berichte und konkrete Beispiele einen Zugang zu den Auswirkungen von Diskriminierung. 
  • Die Ausstellung lädt Besucher_innen zur Selbstreflexion ein.
  • Weitere Informationen und Beispiele zu den Stationen finden Sie im Konzept als PDF-Download unten.

Zielgruppen

  • Vereine, Verbände, Initiativen
  • Fachöffentlichkeit
  • interessierte Einzelpersonen

Barrierefreiheit und Sprachen

Die Ausstellung ist in Teilen barrierefrei und mehrsprachig.

Verleih

Die Ausstellung kann als Ganzes oder in einzelnen Modulen beim Antidiskriminierungsbüro Sachsen ausgeliehen werden. Bitte fordern Sie unsere Ausleihkonditionen an.

Kontakt

Katharina Scholz
Telefon: 0341/ 30 39 492
E-Mail: ausstellung@adb-sachsen.de

Kooperation und Förderung

In Kooperation mit weiterdenken - Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen.
Gefördert im Rahmen des Bundesprogramms "Vielfalt tut gut" und unterstützt durch die Stadt Leipzig und die Landesdirektion Sachsen.