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Das Antidiskriminierungsbüro Sachsen (ADB)

...ist eine zentrale Anlaufstelle im Freistaat Sachsen für alle Fragen zu Diskriminierung aufgrund rassistischer Zuschreibungen, ethnischer Herkunft, Religion und Weltanschauung, des Geschlechts, der sexuellen Identität, des Lebensalters oder Behinderung sowie Mehrfachdiskriminierung.

Neue Schulungen des Antidiskriminierungsbüros Sachsen e.V. zu Barrierefreiheit (24.07.2017)

Simulationsbrille liegt auf Fortbildungsunterlagen

Von August bis Dezember 2017 bietet das Antidiskriminierungsbüro Sachsen e. V. erneut Schulungen zu Barrierefreiheit an und ergänzt das Angebot um ein weiteres Modul zur Kommunikation in Gebärdensprache.
Interessierte erhalten somit in vier Modulen Grundlagen zu barrierefreier Öffentlichkeitsarbeit, mit Inhalten zu barrierefreien Veranstaltungsplanung und Erstellung barrierefreier Informationen, sowie zu barrierefreier Kommunikation, mit Inhalten zu Leichter Sprache und zur Gebärdensprache. Sie können in der kommenden Schulungsphase Inhalte aus verschiedenen Modulen nach Bedarf auswählen. Unsere Schulungsinhalte dienen der Sensibilisierung, aber auch der Vertiefung vom praxisorientiertem Wissen rund um das Thema Barrierefreiheit. Daher können die einzelnen Module entweder an den vom Antidiskriminierungsbüro Sachsen e. V. angebotenen Schulungsterminen besucht werden oder auf Anfrage, als interne, auf Ihren Bedarf angepasste In-House-Workshops vor Ort durchgeführt werden.

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Festveranstaltung: Beitritt Sachsens zur Koalition gegen Diskriminierung (23.06.2017)

Christine Lüders, Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, und Petra Köpping sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration bei der Beitrittsunterzeichnung
Christine Lüders, Leiterin Antidiskriminierungsstelle des Bundes, und Petra Köpping, sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration

In einem feierlichen Festakt unterzeichnete heute (23. Juni 2017) die sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping, den Beitritt Sachsens zur "Koalition gegen Diskriminierung" in Dresden im Schlosshotel Pillnitz. Die Koalition ist eine Initiative der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS). Christine Lüders, Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, begrüßte Sachsen als elftes Bundesland, welches der Koalition beigetreten ist und machte deutlich, dass Sachsen sich damit verpflichtet, Antidiskriminierungspolitik zum Thema zu machen.

Zur Beitrittsunterzeichnung sagt Sotiria Midelia, Koordinatorin des sächsichen Antidiskriminierungsnetzwerkes: "Wir begrüßen den Beitritt Sachsens zur 'Koalition gegen Diskrimineirung'. Die Beitrittsunterzeichnung stellt einen Meilenstein in der sächsischen Antidiskrimineirungspolitik dar. Sachsen verpflichetet sich damit, die Bekäpfung von Diskriminierung auf allen Ebenen als politische Querschnittsaufgabe zu verankernFür Betroffene von Diskriminierung ist dieses ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem wirkungsvollen Diskriminierungsschutz in Sachsen." 

"Diskriminierung ist in Sachsen eine gesellschaftliche Realität. Betroffene von Diskriminierung brauchen eine wohnortnahe und qualifizierte Unterstützung in Fällen von Diskriminierung. Bisher gibt es nur eine Antidiskriminierungsberatungsstelle (Antidiskriminierungsbüro Sachsen), die in Leipzig berät. Diese reicht nicht aus, um eine flächendeckende Beratung und Unterstzüzung in Sachsen anbieten zu können", erklärt Sotiria Midelia weiter.

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Leider schon vergeben? Rassistische Diskriminierung bei der Wohnungssuche ist eine gesellschaftliche Realität (22.06.2017)

Logo Antidiskriminierungsverband Deutschland

Leipzig, 22. Juni 2017: Kommentar des Antidiskriminierungsverbandes Deutschland (advd) zur Untersuchung rassistischer Diskrimnierung auf dem Wohnungsmarkt:

Der Spiegel und der Bayrische Rundfunk haben heute (22.06.2017) die Ergebnisse ihrer gemeinsamen Untersuchung zu rassistischer Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt vorgestellt.

Das zentrale Ergebnis: Schon ein nicht mehrheitsdeutscher Name führt zu deutlichen Diskrimierungen bei der Wohnungssuche. Besonders stark ist der Effekt bei arabischen und türkischen Namen. Der Befund selbst ist nicht neu, aber die Veröffentlichung ist ein wichtiger Anlass über das grundlegende und nicht hinnehmbare Problem zu sprechen und endlich Veränderungen auf den Weg zu bringen. 

Rassistische Diskriminierung ist ein strukturelles Problem. Betroffene müssen durch niedrigschwellige Unterstützungsangebote in ihren Handlungsmöglichkeiten gestärkt werden, der rechtliche Diskriminierungsschutz muss verbessert werden und die Wohnungswirtschaft muss auf einer strukturellen Ebene Verantwortung übernehmen.

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