Willkommen auf unserer Website
Das Antidiskriminierungsbüro (ADB) ist eine zentrale Anlaufstelle im Freistaat Sachsen für alle Fragen zu Diskriminierung aufgrund rassistischer Zuschreibungen, ethnischer Herkunft, Religion und Weltanschauung, des Geschlechts, sexueller Identität, Lebensalter oder Behinderung sowie Mehrfachdiskriminierung.
Aktuelles
Tag der offenen Tür beim Antidiskriminierungsbüro Sachsen
Veröffentlichung der Broschüre Rassismus in Sachsen
Das Antidiskriminierungsbüro lädt zum „Tag der offenen Tür“ am Dienstag, den 23. März von 10 bis 17 Uhr in die Räumlichkeiten des Antidiskriminierungsbüros ein. Es besteht die Möglichkeit, sich über die Arbeit und das Engagement des Antidiskriminierungsbüros bei einer Tasse Kaffee oder Tee zu informieren.
Darüber hinaus wird an diesem Tag exklusiv die Broschüre „Rassismus in Sachsen“ veröffentlicht und kostenfrei beim Antidiskriminierungsbüro erhältlich sein. In der Broschüre "Rassismus in Sachsen - ein aktueller Überblick" berichten verschiedene sächsische Initiativen und Vereine über unterschiedliche Aspekte und Formen von Rassismus in Sachsen. Zudem gibt es die Option, mit den HerausgeberInnen der Broschüre ins Gespräch zu kommen.
Veranstaltungsort: Antidiskriminierungsbüro Sachsen, Kochstraße 14, 04275 Leipzig
Veranstaltungsdatum: Dienstag, 23. März 2010 von 10 bis 17 Uhr
Weitere Informationen können Sie über info@adb-sachsen.de oder über Telefeon 0341-3039492 erhalten.
Standards für qualifizierte Antidiskriminierungsberatung
Antidiskriminierungsverband Deutschland (advd) veröffentlicht Eckpunktepapier
Der Antidiskriminierungsverband Deutschland (advd) veröffentlicht das Eckpunktepapier "Standards für eine qualifizierte Antidiskriminierungsberatung". Der advd hat die langjährigen Erfahrungen und Expertisen seiner Mitgliedsorganisationen in der Beratung, Begleitung und dem Empowerment Betroffener verglichen, ausgewertet und in einem Eckpunktepapier gebündelt. In komprimierter Form werden die wesentlichen Prämissen und Prinzipien einer qualifizierten Antidiskriminierungsberatung erläutert.
„Es ist uns gelungen, jahrelange Erfahrungen aus der Beratung von acht Antidiskriminierungsbüros aus der ganzen Bundesrepublik in Form von Standards zusammenzuführen. Diese Standards stellen einen Meilenstein im Professionalisierungsprozess der Antidiskriminierungsberatung dar und bilden eine wichtige Grundlage des Beratungs- und Begleitungsprozesses von Menschen mit Diskriminierungserfahrungen“ so Banu Bambal, Vorstandsmitglied im advd.
Das Eckpunktepapier können Sie im folgenden herunterladen:
Demokratie braucht jede Stimme!
Kampagne zur Einführung des kommunalen Wahlrechts für Alle
Gesellschaftliche Integration setzt voraus, an der Gestaltung des eigenen Lebensumfeldes mitwirken zu können. Gerade auf kommunaler Ebene sind der Selbstverwaltungsgedanke und das Prinzip der basisnahen Regelung eigener Angelegenheiten von besonders großer Bedeutung: Wird ein zusätzlicher Kindergarten eingerichtet? Wird meine Straße endlich zur Spielstraße? Wird mein Verein von der Stadt unterstützt? Die Entscheidungen kommunaler Parlamente haben in besonderem Maße unmittelbare Auswirkungen auf die Situation jedes einzelnen Einwohners und jeder einzelnen Einwohnerin - unabhängig von der Staatsangehörigkeit. Deshalb ist das Recht, an der politischen Willensbildung und Entscheidungsfindung auf kommunaler Ebene gleichberechtigt mitwirken zu können, für das Gelingen von Integrationsprozessen und für die allgemeine Akzeptanz politischer Entscheidungen von großer Bedeutung.
Die Forderung der Kampagne: Kommunales Wahlrecht für Alle!
Grundlegende Voraussetzung hierfür ist die Änderung bzw. Ergänzung von Artikel 28 Absatz 3 GG. Dort ist der Personenkreis, der das aktive und passive Wahlrecht auf kommunaler Ebene in Anspruch nehmen kann, um MigrantInnen zu erweitern, die nicht die Staatsangehörigkeit eines Mitgliedstaates der Europäischen Union besitzen. Hierzu bedarf es einer 2/3-Mehrheit in Bundestag und Bundesrat.
Des weiteren können Sie auf der Homepage nähere Informationen und Materialien zur Kampagne finden: www.kommunales-wahlrecht.de
Europäische Kommission hat die zweite Stufe eines Vertragsverletzungsverfahren gegen die Bundesregierung eingeleitet
Berlin droht Klage wegen Diskriminierung von Frauen
Rechtsvorschriften zur Gleichstellung von Frauen und Männern: Deutschland erhält mit Gründen versehene Stellungnahme
Die Europäische Kommission hat am 8. Oktober eine mit Gründen versehene Stellungnahme an Deutschland gerichtet, in der Deutschland aufgefordert wird, die EU-Vorschriften zum Verbot der Diskriminierung aufgrund des Geschlechts in Beschäftigung und Beruf (Richtlinie2002/73/EG, siehe auch MEMO/08/742) vollständig umzusetzen.
Die vollständige Erklärung der Europäischen Kommission können Sie hier als PDF-Dokument herunterladen.Was tun gegen Diskriminierung? - Die Arbeit des Antidiskriminierungsbüros in Sachsen
Broschüre zur Arbeit des ADB Sachsen online erschienen
als Beratungs-, Bildungs- und Informationsstelle gegen Ausgrenzung und Benachteiligung. Aus diesem Anlass haben wir für Sie die Broschüre "Was tun gegen Diskriminierung?!" zusammengestellt, die einer breiten Öffentlichkeit erstmals einen Überblick über alle Facetten unserer Arbeit gibt. Das Heft informiert Sie über unsere Beratungstätigkeit, beschreibt den rechtlichen Rahmen von Antidiskriminierungsarbeit und zeigt das Spektrum unserer Bildungsangebote auf.UN-Sonderberichterstatter kritisiert Alltagsrassismus in Deutschland
Kleiner Pressespiegel
Nach einer zehntägigen Reise durch Deutschland hat der UN-Sonderberichterstatter gegen Rassismus, Githu Muigai, Behörden und Bürger aufgefordert, mehr gegen Diskriminierung im Alltag zu tun. Die Deutschen richteten nach ihren Erfahrungen mit dem Nationalsozialismus ihr Augenmerk vor allem auf die Bedrohung durch Nazis, sagte Muigai bei einer Bilanz seiner Reise in Berlin. Bekämpft werden müsse aber auch der alltägliche Rassismus, der sich im Bildungssystem oder bei der Wohnungssuche zeige.
Der UN-Gesandte kritisierte, dass das deutsche Bildungssystem nicht ausreichend auf die besonderen Bedürfnisse von Einwanderern eingehe. Der Schulunterricht solle flexibler gestaltet werden und die Anerkennung von im Ausland erworbenen Qualifikationen erleichtert werden, damit Einwanderern nicht ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbaut werden. Um rassistisch motivierte Entscheidungen bei der Vergabe von Wohnungen und Jobs zu verhindern, sei 2006 zwar das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) in Kraft getreten, sagte Muigai. Dennoch hätten viele Ausländer, mit denen er auf seiner Reise gesprochen habe, darüber geklagt, dass sie von Vermietern oft abgelehnt würden. Muigai forderte daher, die AGG-Beschwerdestelle finanziell und personell besser auszustatten. Die Behörde solle möglichst in allen 16 Bundesländern Büros haben und so näher an den Opfern von Diskriminierungen sein. Der UN-Berichterstatter kritisierte außerdem, dass Einwanderer in Deutschland nicht ausreichend in staatlichen Institutionen wie der Justiz oder Polizei vertreten seien. Auch die politischen Parteien bemühten sich nicht genug um Menschen mit Migrationshintergrund, zumal Nicht-EU-Bürger selbst an Kommunalwahlen nicht teilnehmen dürften.
Weitere Pressestimmen zum Besuch des UN-Sonderberichterstatters Prof. Dr. Muigai können sie dem folgenden Download entnehmen.Leipziger Zustände
Broschüre gegen Diskriminierung in Leipzig
Die Berichte und Analysen entstanden in Kooperation mit verschiedenen Gruppen, Projekten und Initiativen. So führt das Antidiskriminierungsbüro (ADB) unter der Überschrift „Was ist Diskriminierung?“ in die Thematik ein. Die Sozialwissenschaftler Adam Bednarsky und Ulrike Fabich beschäftigen sich mit „Diskriminierung im Fußball“. In einem Interview berichtet Gunter Jähnig vom Behindertenverband Leipzig (BVL) unter anderem von Alltagsproblemen von Menschen mit Behinderungen. Die Gruppe „Outside The Box“ problematisiert „Sexistische Normalzustände“. Näheres zur Broschüre finden Sie hier. Die gesamte Broschüre können Sie hier herunterladen.
...und werde trotzdem deutsch sein, auch wenn euch meine schwärze nicht passt... (May Ayim)
Szenische Lesung und Diskussion
Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus 2009 organisierte das Antidiskriminierungsbüro Sachsen am Mittwoch, den 25.03.2009, eine szenische Lesung mit anschließender Diskussion in der Stadtteilbibliothek Volkmarsdorf in Leipzig. Bei der Veranstaltung wurde ein genauerer Blick auf alltagsrassistische Situationen geworfen. Dazu lasen Astrid Tautz und Daniel Bartel vom Antidiskriminierungsbüro Sachsen Texte und Textfragmente von Migrant/inn/en, Schwarzen Deutschen und People of Color und gaben damit denen das Wort, deren Erfahrungen und Argumente in Diskussionen um Rassismus zu selten wahrgenommen werden.
Im Kreuzer online ist ein Artikel über die Veranstaltung erschienen. Die Linkadresse zum Artikel: http://www.kreuzer-leipzig.de/politik/762