Vorgeschichte des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes

Bereits 1978 forderte die Humanistische Union ein "Antidiskriminierungsgesetz für die Bundesrepublik", erste Gesetzesentwürfe der Parteien erfolgten 1986 (DIE GRÜNEN) und 1996 (PDS).
 
Während entsprechende Ge- und Verbote aber in Nordamerika, Australien, als auch in den EU-Mitgliedstaaten längst etabliert sind, hat es hierzulande ungleich länger gedauert, bis es ein Gesetzesentwurf zum Diskriminierungsschutz bis in den Bundestag schaffte. 1998 wurden in den Bundestag zwei Gesetzesentwürfe zum Diskriminierungsschutz eingebracht, wobei sich der Katalog der zu schützenden Merkmale noch ganz an Art.3 Abs. 3 GG orientierte:
 
  • Entwurf eines Gesetzes zur Durchsetzung des Gleichbehandlungsgebotes des Artikels 3 Grundgesetz (Gleichbehandlungsgesetz) BT-Drs. 13/10081 
  • Entwurf eines Gesetzes zum Schutz vor Diskriminierung und zur Stärkung von Minderheitenrechten (Antidiskriminierungs- und Minderheitenrechtsgesetz) BT-Drs. 13/9706.
 
Die Gesetzesentwürfe wurden nicht weiter verfolgt.
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