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Szenische Lesung zu Alltagsrassismus

Das Antidiskriminierungsbüro Sachsen lud ein zur szenischen Lesung mit anschließender Diskussion "...und werde trotzdem deutsch sein, auch wenn euch meine schwärze nicht passt..." (May Ayim).

Viele weiße Deutsche kennen die Situation, wenn ein harmlos oder nett gemeinter Satz beim Schwarzen Gegenüber schlecht ankommt und Empörung auslöst oder sogar als rassistisch bezeichnet wird. Wir wollen nicht bei erstaunten Verteidigungen („Aber ich hab‘s doch gut gemeint!“) oder Anschuldigungen („Du bist/ Sie sind aber empfindlich!“) stehen bleiben, sondern einen genaueren Blick auf alltagsrassistische Situationen werfen. Dazu lesen wir Texte und Textfragmente von Migrant_innen, Schwarzen Deutschen und People of Color und geben damit denen das Wort, deren Erfahrungen und Argumente in Diskussionen um Rassismus zu selten wahrgenommen werden.

Im anschließenden Gespräch ging es darum, warum Aussagen wie „Sie sprechen aber gut Deutsch!“ rassistischen Stereotypen folgen und verletzend sein können, wie Mensch anders als mit „Wo kommst du her?“ ein Gespräch beginnen kann und wieso weiß eine Identität ist.

Es lasen Daniel Bartel und Sithara Weeratunga von Antidiskriminierungsbüro Sachsen.

Veranstalter_in: KOWA Leipzig (Kooperationsstelle Wissenschaft und Arbeitswelt Leipzig) in Kooperation mit dem Antidiskriminierungsbüro Sachsen

Ein Interview mit Daniel Bartel zur Lesung finden Sie unter diesem Link: http://mephisto976.uni-leipzig.de/startseite/gesellschaft/beitrag/artikel/du-sprichst-ja-gut-deutsch.html

Wann: am Donnerstag, 21. Juli 2011 um 19:30 Uhr (ab 19 Uhr ist Einlass)
Wo: Café Waldi, Peterssteinweg 10 in Leipzig (Straßenbahn 10+11 Haltestelle Hohe Straße/ LVB).

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