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Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes unterstützt den Aufruf „Eintritt für alle“

Christine Lüders, Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, zum Aufruf "Eintritt für alle - fünf Schritte für einen diskriminierungsfreien Einlass in Leipziger Clubs und Diskotheken":
 
„Rassistische Zurückweisungen an Diskothekentüren dürfen wir nicht hinnehmen. Sie sind nicht nur menschenrechtlich inakzeptabel, sondern verstoßen auch gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG).Das AGG verbietet Diskriminierungen beim Zugang zu Diskotheken. Das muss allen bekannt gemacht werden und von den Zuständigen auch eingehalten. Deshalb begrüße ich die Initiative des ADB-Sachsen sehr.
 
In der Antidiskriminierungsstelle des Bundes haben sich bislang 90 Männer mit Migrationshintergrund über eine Diskriminierung vor der Diskothek beschwert. Doch das ist nur die Spitze des Eisbergs. Wir gehen davon aus, dass es eine hohe Dunkelziffer gibt. Denn wer macht schon gern eine große Sache daraus, wenn er öffentlich erniedrigt wird?Ich habe mich daher sehr über die Entscheidung des Oberlandesgerichts Stuttgart im Dezember 2011 gefreut. Darin wurde einem jungen Mann eine Entschädigung zugesprochen, weil er beim Zutritt zu einer Diskothek wegen seiner Herkunft und Hautfarbe diskriminiert wurde. Ich hoffe aufeine Signalwirkung solcher Entscheidungen.“

Das vollständige Statement der Antidiskriminierungsstelle des Bundes lesen Sie hier:

© ADB 2014