Hintergrundmaterial > Rassistische Einlasskontrollen > Pressemitteilungen & Statements > Stellungnahme ADB zur Selbstverpflichtung Leipziger Clubs

Stellungnahme des Antidiskriminierungsbüros Sachsen zur Selbstverpflichtung Leipziger Clubs

Leipzig, 03. Mai 2012

Am 17.04.2012 traten Industrie- und Handelskammer zu Leipzig (IHK) und der Leipziger Regionalverband des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) mit der Pressemitteilung „Diskriminierung ohne uns! – Selbstverpflichtung Leipziger Diskotheken“ an die Öffentlichkeit. In Form einer Selbstverpflichtung erklärten Leipziger Clubs, sich für die Gleichbehandlung ihrer Gäste einzusetzen. Diese Initiative ist eine Reaktion der Clubs auf das Diskotesting vom Oktober 2011 und die seit dem laufenden Diskussionen um diskriminierungsfreie Einlasskontrollen in Leipzig. Inhaltlich adressiert die Selbstverpflichtung 2 der 5 vom Antidiskriminierungsbüro (ADB) und dem Referat für ausländische Studierende der Universität Leipzig (RAS) formulierten Schritte, die für eine nachhaltige Veränderung notwendig sind.

Grundsätzlich begrüßen ADB und RAS die gemeinsame Initiative der Clubs und IHK/ Dehoga. Sie ist ein Bewegung in die richtige Richtung. Gleichzeitig allerdings verschenkt die Selbstverpflichtung viel Potential. Um das Ziel diskriminierungsfreier Einlasskontrollen tatsächlich zu erreichen, bedarf es eines nachhaltigen Gesamtkonzeptes. Konkret bedeutet das die teilweise Überarbeitung der angekündigten Maßnahmen sowie ihre Ergänzung um aktuell fehlende Schlüsselmaßnahmen. 

Die ausführliche Positionierung von ADB und RAS zu der Selbstverpflichtung der IHK, Dehoga und Leipziger CLubs lesen Sie hier:
© ADB 2014