Selbstbestimmte Elternschaft - Eltern mit Behinderung

Filmplakat I am Sam

Das Recht, aktive Elternschaft auszuüben, ist für Menschen mit Beeinträchtigungen keineswegs ausreichend gesichert. Aus Mangel an Unterstützungsangeboten für Eltern mit Handicaps werden Kinder häufig in Pflegefamilien untergebracht. Dabei hat sich Deutschland mit der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention verpflichtet, kein Kind von seinen Eltern zu trennen, aufgrund der Behinderung eines oder beider Elternteile. 

Film: I am Sam, Jessie Nelson, USA 2001, 127 min., Untertitel für Hörgeschädigte

Sam Dawson (Sean Penn) arbeitet bei „Starbucks“. Seine Freundin und er erwarten ein Baby; doch als Töchterchen Lucy (Dakota Fanning) das Licht der Welt erblickt, ändert sich Sams Leben schlagartig. Die Mutter des Kindes lässt ihn bei der ersten Gelegenheit mit Lucy allein; sie will kein Kind von einem Menschen mit Behinderung. Sam kümmert sich fortan mit Hilfe seiner Freunde um Lucy, stößt aber schnell an seine Grenzen. Das Jugendamt schaltet sich ein, Lucy kommt in eine Pflegefamilie und Sam erhält Besuchsrecht. Da er aber mehr will als das - das Sorgerecht nämlich - sucht er sich einen Rechtsbeistand und geht vor Gericht.
 
Impulsreferat und Diskussion mit Dr. Marion Michel, Selbständige Abteilung Sozialmedizin, Universität Leipzig
Moderation: Antidiskriminierungsbüro Sachsen
 
Wann: Dienstag, 02. Februar 2010 um 19:30 Uhr
Wo: Galerie für Zeitgenössische Kunst, Karl-Tauchnitz-Straße 9, Leipzig
Veranstalter_in: Antidiskriminierungsbüro Sachsen in Zusammenarbeit mit der Galerie für Zeitgenössische Kunst
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