Selbstbestimmt im Alter - für eine neue Alterskultur

Filmplakat Frühling im Herbst

Menschen mit vielen Lebensjahren werden in der breiten Öffentlichkeit nur noch über ihr "Altsein" definiert. Die Klischees die dabei häufig mitschwingen sind Pflege, Senilität oder auch Verfall, was zu einer Stereotypisierung des Alters führt. Die Lebensbereiche Arbeit, Bildung oder auch Sexualität werden selten in Verbindung mit älteren Menschen gebracht. Dabei gehört Hochaltrigkeit zur gesellschaftlichen Normalität bzw. ist zu einem Massenphänomen geworden, jedoch entspricht das Bild über das "Alter" nicht der gesellschaftlichen Realität. Auf welche Klischees ältere Menschen stoßen, welche Benachteiligungen sie erfahren und wie eine neue Alterskultur aussehen könnte, wird in der Diskussion genauer betrachtet werden.

Film: Frühling im Herbst, Vladimír Michàlek, Spielfilm, Tschechien 2001, 97 min

Fanda ist fast 80 und noch kein bisschen weise. Er möchte sein Leben bis zum letzten Atemzug genießen. Gemeinsam mit seinem alten Theaterkollegen Ed probt er jeden Tag neue fantastische Alltagsrollen: Mal tritt der arme Pensionär als steinreicher amerikanischer Opernstar auf und lässt sich von Immobilienhaien verwöhnen, mal spielt er mit Ed Fahrkartenkontrolleur.
Während Fandas Gattin Emílie bereits panisch Begräbnisvorsorge betreibt und Sohn Jára die Eltern ins Altersheim abschieben möchte, ignoriert Fanda souverän alle Alters- und Alltagssorgen. Als aber Emílie eines Tages entnervt die Scheidung einreicht und sein Freund Ed schwer erkrankt, wird Fandas heitere Lebensphilosophie auf die Probe gestellt...
 
Impulsreferat und Diskussion mit Gisela Kurtz, Vorstandsvorsitzende Netzwerk älterer Frauen Sachsen e.V.

Wann: Dienstag, 09. Februar 2010 um 19:30 Uhr
Wo: Galerie für Zeitgenössische Kunst, Karl-Tauchnitz-Straße 9, Leipzig
Veranstalter_in: Antidiskriminierungsbüro Sachsen in Zusammenarbeit mit der Galerie für Zeitgenössische Kunst
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