Rechtsfonds

Warum ein Rechtsfonds?

erste Seite des Rechtsfonds-Flyer

Rechte durchsetzen, Betroffene stärken!

Niemand zieht gern leichfertig vor Gericht – aber Diskriminierung einfach hinzunehmen, ist oft noch schwerer. Zum Glück lassen sich viele Konflikte auch außergerichtlich lösen. Doch wenn alle Verständigungsprozesse scheitern, ist es wichtig, Rechte auch einklagen zu können.

Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) schützt seit 2006 vor Diskriminierung wegen des Alters, einer Behinderung, des Geschlechts, der sexuellen Identität, wegen rassistischer Zuschreibungen sowie Religion und Weltanschauung. Wenn sich Betroffene gegen diese Diskriminierung wehren wollen, stehen sie dennoch vor großen Hürden:

Ein Rechtsstreit kosten Mut, Kraft und viel Ausdauer. Und er kostet Geld: Viele können sich Anwalts- und Gerichtskosten oder die Kosten für Dolmetscher_innen und Übersetzung im Prozessverlauf nicht leisten*.

Auch kennen viele Menschen ihre Rechte kaum. Bisher haben wenig Betroffene nach dem AGG geklagt. Bei vielen Diskriminierungen gibt es nach wie vor keine Rechtssicherheit. Deshalb braucht Diskriminierungsschutz Grundsatzentscheidungen: Sie ermutigen andere Betroffene und verhindern zukünftig ähnliche Benachteiligungen.

* Der Antidiskriminierungsbüro Sachsen e.V. verfolgt nach § 53, Nr. 1 AO mildtätige Zwecke. Aus den Mitteln des Rechtshilfefonds unterstützen wir nach § 53, Nr. 2 AO selbstlos Personen, deren Bezüge nicht höher sind als das Vierfache des Regelsatzes der Sozialhilfe im Sinne des § 28 des XII. Sozialgesetzbuches.

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