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Rassistische Einlasskontrollen

Im Oktober 2011 testete das Antidiskriminierungsbüro Sachsen (ADB) zusammen mit dem Referat Ausländischer Studierender der Universität Leipzig (RAS) Leipziger Diskotheken und Clubs. Die Frage lautete: Haben „nicht-deutsch“ aussehende Gäste die gleichen Chancen in die Disko zu kommen wie weiße Deutsche?
 
Das Ergebnis war erschütternd. Mehr als 50 Prozent der getesteten Diskotheken (sechs von elf) verweigerten den „nicht-deutschen“ Testern den Zutritt während die mehrheitsdeutschen Vergleichspersonen problemlos eingelassen wurden. Das ist eine deutliche Form rassistischer Diskriminierung.
 
Dieses Ergebnis bestätigt sowohl die Erfahrungen vieler Migrant_innen, P.O.C. und Schwarzer Deutscher als auch die Resultate vergleichbarer Testings des ADB aus den Jahren 2006 und 2008. Zusammen machen sie deutlich: Diskriminierende Einlasskontrollen sind ein strukturelles und zeitstabiles Problem in Leipzig.
© ADB 2014