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Erfolgreicher Start der Workshop-Reihe "Barrierefreiheit aktiv gestalten - aber wie?"

Teilnehmer_innen lernten bei einem Workshop vom Antidiskriminierungsbüro Sachsen wie es geht

Leipzig, 12. Oktober 2012

Wie bewerbe ich meine Veranstaltung, um die Zielgruppe zu erreichen? Wo kann ich meine Internetseite auf Barrierefreiheit testen lassen? Und welche Anforderung sollte der Veranstaltungsort erfüllen, damit jeder an meinem Programm möglichst ohne Barrieren teilnehmen kann? Dies waren einige der Fragen, welche die TeilnehmerInnen zu Beginn der Workshop-Reihe in Dresden hatten.

Unter dem Motto: Egal ob Pressekonferenz, Podiumsdiskussion, Vortragsreihe oder Tag der offenen Tür - bei all diesen Veranstaltungen sollte niemand ausgeschlossen werden - vermittelt das Antidiskriminierungsbüro in den sachsenweit durchgeführten Workshops interessierten BürgerInnen und Institutionen, wie eine Veranstaltung barrierefrei und ohne Kommunikations- und Informationshindernisse durchgeführt wird.

Weitere Informationen zum Workshop können Sie hier nachlesen.

Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) reagieren auf Beschwerdefall mit Weiterbildung ihrer Mitarbeiter_innen

Das Antidiskriminierungsbüro schulte 140 Mitarbeitende im Umgang mit blinden und sehbehinderten Kund_innen

Leipzig, 24. Juli 2012

Anlass war ein konkreter Fall: Eine Klientin des ADB war mit Begleitung im Bus der LVB unterwegs. Die Klientin ist blind. Beim Aussteigen aus dem Bus stürzte ein Servicemitarbeiter der LVB auf beide zu und ergriff ohne Vorwarnung den Arm der Klientin. Diese erschrak und wurde zudem ihres wichtigsten Orientierungsmittels beraubt - dem Blindenlangstock. Aus der guten Absicht heraus, beim Aussteigen behilflich sein zu wollen, hatte der Mitarbeiter der LVB aus Unwissenheit unsere Klientin beim Aussteigen eher behindert.

Diese und ähnliche Erfahrungen sind keine Seltenheit. Auf die Beschwerde hin beauftragte die LVB das Antidiskriminierungsbüro mit einer Weiterbildung der Servicemitarbeiter_innen: 
In Zusammenarbeit mit Frau Sonne wurde eine Schulung im Umgang mit blinden und sehbehinderten Passagieren angeboten. Die Schulung fand am 18. und 19. Juli statt und erreichte ca. 140 Mitarbeiter_innen der LVB.

ADB übernimmt Projektleitung für zehn Netzwerke gegen Diskriminierung aus dem gesamten Bundesgebiet

Auch Sächsisches Netzwerk gegen Diskriminierung nimmt seine Arbeit auf

Leipzig, 25. Juni 2012

Die zehn Netzwerke gegen Diskriminierung aus neun Bundesländern haben im Juni offiziell ihre Arbeit im Kampf gegen Benachteiligungen nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz aufgenommen. ADS-Leiterin Christine Lüders gab dazu bei einer Auftaktveranstaltung in der Antidiskriminierungsstelle des Bundes das Startsignal. „Wer Diskriminierung erlebt hat, der braucht Hilfe - schnell und unbürokratisch. Mit der Gründung der ersten zehn Netzwerke wollen wir versuchen, die bundesweit noch immer großen Lücken in der Beratungslandschaft zu schließen“, sagte Lüders.

Die vollständige Pressemitteilung können Sie hier nachlesen.

Klage gegen diskriminierende Einlasskontrolle erfolgreich

Amtsgericht Leipzig bestätigt Diskriminierung und verhängt 500 Euro Schmerzensgeld

Leipzig, 21. Mai 2012

Am Freitag, dem 18.05.2012 wurde das erste Urteil in einem Prozess wegen rassistischer Einlasskontrollen in Leipzig verkündet. Das Gericht stellte eine Diskriminierung nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) fest und sprach dem Kläger Hussien Eid ein Schmerzensgeld von 500 Euro zu. Weiterhin untersagte es dem beklagten Club Velvet, Herrn Eid zukünftig den Eintritt wegen seiner ethnischen Herkunft zu verbieten. Im Falle einer Zuwiderhandlung droht ein Ordnungsgeld von 250 Euro. 

Der Student hatte Klage gegen das Velvet eingereicht, nachdem ihm im Oktober 2011 dort der Eintritt verweigert wurde. Herr Eid vermutete eine rassistische Diskriminierung, da vor und nach ihm mehrheitsdeutsche Gäste eingelassen wurden und er selbst auf Nachfrage keine Begründung für seine Abweisung erhielt. Nachdem das Velvet auch in den folgenden Wochen nicht auf seine Beschwerde reagierte, entschloss er sich, vor Gericht zu gehen.

Die vollständige Pressemitteilung können Sie hier nachlesen.

Urteil im Prozess zu diskriminierenden Einlasskontrollen erwartet

Leipzig, 16. Mai 2012

Für Freitag, den 18.05.2012, wird das erste Urteil in einem Prozess wegen rassistischer Einlasskontrollen in Leipzig erwartet. Die Urteilsverkündung beim Amtsgericht Leipzig erfolgt nicht öffentlich. 

Der Student Hussien Eid reichte Klage gegen den Club Velvet ein. Im Oktober 2011 wurde ihm dort der Eintritt verweigert. Herr Eid vermutete eine rassistische Diskriminierung, da vor und nach ihm mehrheitsdeutsche Gäste eingelassen wurden und er selbst auf Nachfrage keine Begründung für seine Abweisung erhielt. Nachdem das Velvet auch in den folgenden Wochen nicht auf seine Beschwerde reagierte, entschloss er sich, vor Gericht zu gehen. In der mündlichen Verhandlung am 18. April 2012 stellte der vorsitzende Richter fest, dass er keinen rechtfertigenden Grund für die Abweisung sehe.  

Die vollständige Pressemitteilung können Sie hier nachlesen.

Jetzt gibt die Ampel den Takt an

Eine Leipziger Bürgerin erreicht barrierereduzierenden Ampelumbau auf der Karl-Liebknecht-Straße

Leipzig, 04. April 2012

Seit Dienstag, 03. April 2012, gibt es in Leipzig an der Ampelanlage Karl-Liebknecht-Straße Ecke Riemannstraße neue Taster (Blindensignale) für blinde- und sehbeeinträchtigte Menschen. Vor der Nachrüstung war die Ampel für Blinde- und Sehbehinderte nur mit erhöhten Risiko nutzbar. Die Nachrüstung ist das Ergebnis der Initiative von Frau Sonne. Dazu Frau Sonne: „Ich bin blind und nutze täglich diese stark frequentierte Kreuzung. Bis heute fühlte ich mich orientierungslos und unsicher bei der Überquerung der Straße. Durch das Anbringen der Taster kann ich nun selbstbestimmt und sicherer die Straße überqueren.“

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Diskriminierende Einlasskontrollen in Leipziger Clubs erstmals vor Gericht

„Alles, was ich will, sind die gleichen Rechte.“

Leipzig, 16. April 2012

Am 18.04.2012 um 14.30 Uhr verhandelt das Amtsgericht Leipzig eine Klage wegen einer diskriminierenden Einlasskontrolle gegen den Leipziger Club Velvet. Ein neuer Schritt für ein altes Problem. 

Es ist die Geschichte des Studenten Hussien Eid. Am 18. Oktober 2011 wollte er zusammen mit Freunden im Leipziger Club Velvet tanzen gehen. Für Hussein und einen seiner Begleiter endete die Nacht bereits an der Tür. Vor und nach ihnen wurden alle Gäste eingelassen. Die beiden wunderten sich und fragten die Security. Die Antwort: „Ich habe keine Auskunftspflicht, ihr kommt nicht rein.“ Einfach Zufall oder gezielte Diskriminierung? 

 „Alles was ich will, sind die gleichen Rechte.“, sagt Hussien. Dann zögert er kurz und ergänzt: „Das ist nicht das erste Mal und nicht der einzige Club, in dem mir das passiert ist. Etwas muss sich ändern. Wenn es nicht anders geht, dann eben vor Gericht.“ Er hat sich diese Entscheidung nicht leicht gemacht. Erst drei Monate nach der erlebten Diskriminierung legte er Klage ein.

Die vollständige Pressemitteilung können Sie hier nachlesen.

Einlass für Alle - Schritte zu diskriminierungsfreien Einlasskontrollen in Leipziger Clubs und Diskotheken

Leipzig, 08. Februar 2012

Testing zeigt: Rassistische Einlasskontrollen sind Teil des Leipziger Nachtlebens ++ ADB und StuRa fordern Veränderung und schlagen konkrete Schritte vor ++ Betroffene verklagen sechs Clubs

Im Oktober 2011 testeten das Antidiskriminierungsbüro Sachsen (ADB) und der StudentInnenRat der Universität Leipzig verschiedene Leipziger Diskotheken auf rassistische Diskriminierung. Die Frage lautete: Haben „nicht-deutsch“ aussehende Gäste die gleichen Chancen in die Disko zu kommen wie weiße Deutsche? Die Antwort war erschütternd. In mehr als der Hälfte der Fälle (sechs von elf Clubs) wurde den "nicht-deutschen" Testern der Eintritt verweigert, während die mehrheitsdeutschen Vergleichspersonen durchgewunken wurden.

Die vollständige Pressemitteilung können Sie hier nachlesen.

Einladung Pressekonferenz zu Rassistischen Einlasskontrollen

Leipzig, 03. Februar 2012

Das Antidiskriminierungsbüro Sachsen (ADB) und der StudentInnenRat (StuRa) der Universität Leipzig laden für Freitag, den 10.02.2012 um 10.00 Uhr, zu einer gemeinsamen Pressekonferenz ein.

Thema sind rassistische Einlasskontrollen in Leipziger Clubs und Diskotheken. 
Die inhaltlichen Eckpunkte sind: 

  • Ein Testing zeigt: Rassistische Einlasskontrollen in über 50 Prozent der 11 getesteten Leipziger Clubs und Diskotheken
  • ADB und StuRa fordern Veränderung und schlagen konkrete Schritte vor
  • Betroffene verklagen sechs Clubs

Zeit: 10.02.2012 :: 10.00 Uhr
Ort: Universität Leipzig, Campus Augustusplatz, Universitätsstr. 1, Neues Seminargebäude (NSG) 
Raum S 420

Detaillierte Informationen erhalten Sie am 08.02.2012.
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