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5 Jahre Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz

Diskriminierungsschutz ist in Sachsen noch immer eher die Ausnahme als die Regel

Leipzig, 15. August 2011

„In den fünf Jahren seit Bestehen des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) ist das Antidiskriminierungsbüro Sachsen (ADB) in über 300 Fällen von Diskriminierung aktivgeworden.“ sagt Heike Fritzsche, Geschäftsführerin des ADB. „Diese Zahl für Leipzig machtdeutlich, dass Diskriminierung wegen des Geschlechts, des Lebensalters, der sexuellen Identität, einer Behinderung oder Herkunft ein Alltagsphänomen ist und keine Ausnahme. Wenn man sichvergegenwärtigt, dass hinter jedem dieser Fälle ein Mensch steht, der eine Arbeit nicht bekommt,von Behörden oder bei der Wohnungssuche Benachteiligung erfährt oder in einer anderen Form in seiner Würde und Lebensgestaltung beeinträchtigt wird, gibt das zu denken.“ Für Sachsen gibtes keine entsprechende Statistik.

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Projektstart:: In Sach(s)en: Antidiskriminierungskultur

Leipzig, 25. Mai 2011

Am 16. Mai 2011 startete das Fortbildungsprojekt „In Sach(s)en: Antidiskriminierungskultur“ des Antidiskriminierungsbüros Sachsen. Der Projektzeitraum istvom 16. Mai 2011 bis 31. Dezember 2011. Gefördert wird das Projekt vom Landesprogramm„Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz.“

Leitziel des Projektes ist es, eine Antidiskriminierungskultur im gesellschaftlichenAlltag zu fördern, die nicht weg sieht und die handelt, wenn Menschenausgegrenzt und benachteiligt werden. Multiplikator_innen aus ganz Sachsen, vor allem aus dem ländlichen Raum sollen qualifiziert werden, in ihrem Wirkungsbereichhandlungskompetent gegen Diskriminierung zu werden.

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Ausstellungseröffnung "Unterschiede, die einen Unterschied machen"

Leipzig, 08. April 2011

"Unsere Gesellschaft weiß oft nicht, wie sie mit Diskriminierung umgehen soll. Diskriminierung ist für viele ein abstrakter Begriff mit einem mahnenden Zeigefinger,der nichts mit ihrem Alltag zu tun hat.", fasst Heike Fritzsche, Geschäftsführerindes Antidiskriminierungsbüros Sachsen, zusammen.

Die Ausstellung "Unterschiede, die einen Unterschied machen" leistet einen Beitragdazu, dieses Verständnis von Benachteiligung zu verändern. Dazu Daniel Bartel, Projektleiter der Ausstellung: "Uns geht es um das Konkrete. Was habenganz „normale“ Menschen im Alltag mit Diskriminierung zu tun? Was bedeutet Diskriminierung für Betroffene und für Verantwortliche? Und nicht zuletzt: Was kann ich persönlich tun, wenn ich Diskriminierung erfahre, beobachte oder dafürkritisiert werde?"

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Zukunft des Antidiskriminierungsbüros Sachsen: Die Unterstützung durch die Stadt Leipzig schafft Luft

Leipzig, 08. März 2011

Das Antidiskriminierungsbüro (ADB) begrüßt den Haushaltsbeschluss des Leipziger Stadtrates vom 03. März 2011, das ADB im aktuellen Jahr auf dem Niveauvon 2010 zu fördern. Die geplante Kürzung um 60 Prozent wurde zurückgenommen.

Dazu Heike Fritzsche, Geschäftsführerin des Antidiskriminierungsbüros: „Die gute Nachricht zuerst: Die Antidiskriminierungsberatung für die Stadt Leipzig ist für 2011 gesichert. Die Leipziger Politik hat Weitsicht bewiesen und setzt ein wichtiges Zeichen für gleichberechtigte Teilhabe und gegen Benachteiligung. Sie ist die einzige Kommune in Ostdeutschland die ein Antidiskriminierungsbüroinstitutionell fördert.“

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Antidiskriminierungsbüro droht Schließung wegen kommunaler Haushaltspläne

Leipzig, 18. Januar 2011

Dem Antidiskriminierungsbüro Sachsen (ADB), der einzigen merkmalsübergreifenden und unabhängigen Anlaufstelle für Antidiskriminierungsfragen in Ostdeutschland, droht die Schließung. Grund sind Pläne der Stadt Leipzig ,die Förderung im Jahr 2011 um 60% zu kürzen. 

Dazu Heike Fritzsche, Gesch.ftsführerin des ADB: „Die Situation ist ernst und in der Perspektive existenzbedrohlich. Im Januar mussten wir bereits unsere Beratungsarbeit vorübergehend einstellen, um unsere Ressourcen zu bündeln. Unser Ziel ist ein starkes ADB in Leipzig und Sachsen. Aktuell ist das keine Frage der Inhalte sondern der Finanzierung. Wir brauchen eine solide, mittelfristig stabile Finanzierungsgrundlage. Das werden wir in den kommenden Wochen laut und deutlich sagen. Finden wir Gehör, profitieren alle. Scheitern wir, droht das Aus für das Büro noch in diesem Jahr.“

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