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Haushaltskürzungen: Antidiskriminierungsberatung ab Januar 2011 geschlossen

13. Dezember 2010

Am Mittwoch, den 15. Dezember 2010, wird der Haushaltsplanentwurfes der Stadt Leipzig den Stadträtinnen und Stadträte übergeben. Am 24. Februar 2011 soll er verabschiedet werden. Vorgesehen ist aktuell eine Kürzung der Fördermittel für das Antidiskriminierungsbüro Sachsen (ADB) um 60%.

Dazu Heike Fritzsche, Gesch.ftsführerin des ADB: “Unter den gegebenen Vorzeichen ist das einzige Antidiskriminierungsbüro in Ostdeutschland gezwungen, seine Beratung ab 1.Januar 2011 zu schließen. Wir gehen diesen Schritt schweren Herzens - denn seit nunmehr fünf Jahren bieten wir Menschen in Leipzig eine qualifizierter Beratung und Unterstützung gegen Diskriminierung.“

Die vollständige PM können Sie hier nachlesen.

Kopftuchverbot an sächsischen Schulen verstößt gegen Glaubensfreiheit

Leipzig, 25. November 2010

Bezug nehmend auf den Fall der 101. Mittelschule „Johannes Gutenberg“ in Dresden, deren Hausordnung das Tragen von Kopfbedeckungen verbietet, erklärt das Antidiskriminierungsbüro (ADB) Sachsen: 

Eine Hausordnung oder andere Regelungen, die Schüler/innen das Tragen von Kopfbedeckungen ausnahmslos verbieten, sind diskriminierend. Konkret handelt es sich um eine mittelbare Diskriminierung aufgrund der Religion. Eine scheinbar neutrale Regelung (Verbot von Kopfbedeckungen) führt zu einer faktischen Einschränkungen der Religionsfreiheit von z.B. muslimischen Mädchen oder jüdischen Jungen. 

Doris Liebscher, Juristin und Vorständin des ADB: „Diese Praxis verstößt eindeutig gegen das Diskriminierungsverbot in Artikel 3 Abs. 3 Grundgesetz und das Grundrecht auf Religionsfreiheit in Artikel 4 Grundgesetz.“

Die vollständige PM können Sie hier nachlesen.

Diskriminierendes und rassistisches Interview in der LVZ

Leipzig, 07. September 2010

Mit der Veröffentlichung vom 27. August 2010 macht sich die LVZ zur Plattform für eine offen rassistische Positionen und Rechtspopulismus, der inhaltlich und formal deutliche Anleihen bei nationalsozialistischem Gedankengut nimmt.

Eine detaillierte Analyse der populistischen Argumentation und der rhetorischen Figuren, die geeignet sind als Stichworte für einen menschenfeindlichen Diskurs über den Zustand unserer Gesellschaft zu fungieren, möchten wir uns an dieser Stelle ersparen. Wir gehen davon aus, dass Ihnen dies bewusst ist und es bei dem Interview, auch mit Blick auf die auflagensteigernden Äußerungen Herrn Sarrazins,vor allem um eine „Kontroverse“ und einen „Tabubruch“gehen sollte.

Den offenen Brief können Sie hier nachlesen.

Buchveröffentlichung: Antidiskriminierungspädagogik

Leipzig, 03. Mai 2010

Dieses Buch bietet allen Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, die mit Jugendlichen arbeiten, ein praxisorientiertes und umfassendes Werkzeug, um im beruflichen Handeln Benachteiligung und Exklusion zu thematisieren und dagegen vorzugehen. Das Konzept der Antidiskriminierung spricht dazu Diskriminierung systematisch für verschiedene Vielfaltsmerkmale und Kategorien, auf unterschiedlichen Ebenen und in den jeweiligen gesellschaftlichen Zusammenhängen von Machtverhältnissen und Ungleichheit, an. Das Buch beleuchtet grundlegende Begriffe und Konzepte im Zusammenhang mit gesellschaftlicher Benachteiligung sowie konkrete Ansätze und Bedingungen pädagogischer Praxis gegen Diskriminierung in Deutschland. Ein Methoden- und Serviceteil bietet umfangreiches Material für alle, die bei ihrer Arbeit mit Jugendlichen gesellschaftliche Phänomene von Diskriminierung reflektieren wollen und gleichzeitig nichtdiskriminierende Praktiken in der alltäglichen Arbeit ausprobieren und etablieren möchten.

Nähere Informationen zum Buch finden Sie hier.

Broschüre "Rassismus in Sachsen" erschienen

15. März 2010

Am 23. März wird die Broschüre "Rassismus in Sachsen - aktuelle Perspektiven 2010" (Herausgeber_in: Antidiskriminierungsbüro Sachsen) vorgestellt. In der Broschüre berichten unterschiedliche sächsische Initiativen und Vereine über die Facetten von Rassismus in Sachsen. Die ReferentInnen sind Daniel Bartel (ADB-Beratung), Sotiria Midelia (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit) und Astrid Tautz (Redakteurin der Broschüre).

Die vollständige PM können Sie hier nachlesen.
Die Broschüre können Sie hier nachlesen.

"Auf der Suche nach neuen Lebensformen"

Film- und Diskussionsreihe zur Normalität von Vielfalt

Leipzig, Januar 2010

Bei der Film- und Diskussionsreihe „Auf der Suche nach neu­en Lebensformen“ werden Dokumentar- und Spielfilme gezeigt, die unterschiedliche Formen von Benach­teiligung thematisieren und zugleich aufzeigen, wie ein selbstbestimmtes Leben ausse­hen kann. Im Fokus stehen die Diskriminierungsmerkmale Behinderung und Lebensalter.

Das Programm zur Veranstaltungreihe können Sie hier herunterladen.
Näheres zur Veranstaltungsreihe finden Sie finden Sie hier.
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