Inklusive Bildung - eine Schule für Alle

Filmplakat Klassenleben

Der Ansatz der „Inklusiven Bildung“ basiert auf einer „Pädagogik der Vielfalt“ und zielt darauf ab, Bildungs- und Ausbildungsangebote so zu gestalten, dass sie von Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen genutzt werden können. Dieser Ansatz schließt nicht nur die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen ein, sondern auch von Personen, die aus anderen Gründen, wie ethnische oder soziale Zugehörigkeit, beim Zugang zu Bildungsangeboten benachteiligt sind. 

Film: Klassenleben, Hubertus Siegbert, Deutschland 2005, Dokumentarfilm 87 min., Untertitel für Hörgeschädigte

An der Fläming-Grundschule in Berlin werden seit dreißig Jahren Kinder mit und ohne Behinde­rung gemeinsam unterrichtet, darunter Hochbegabte und Schwerbehinderte. Diese "Schule für alle" wurde zum Vorbild für Integrationsschulen in Berlin und anderen Bundesländern.

Der Berliner Filmregisseur und Produzent Hubertus Siegert beobachtete und filmte ein halbes Jahr lang den Alltag einer fünften Schulklasse an der Fläming-Grundschule im Berliner Stadtteil Schöneberg. Anhand von Szenen aus dem Unterrichts- und Pausenalltag spricht der Film über die vielen Facetten des Lernens sowie über die gemeinsamen Alltagsdramen und Entwicklungen der Schüler.
Erst nach einiger Zeit wird deutlich, dass es sich bei der 5d um eine Förderklasse handelt. Sieg­bert zeigt, ohne zu idealisieren, wie beide Seiten von diesem Miteinander profitieren. Darüber hinaus zeigt der Film ganz eindringlich, ohne den pädagogischen Finder zu erheben, wie eine „Schule für Alle“ aussehen kann.
Der beobachtende Dokumentarfilm „Klassenleben“ bestätigt eine schulpädagogische Position, die auf Inklusion in Kombination mit individueller Förderung und psychologischer Betreuung setzt, anstatt auf Aussonderung und Elitenbildung.

Grußworte: Carola Hiersemann, Beauftragte der Stadt Leipzig für Menschen mit Behinderung 
Impulsreferat und Diskussion mit Christian Eichfeld, Institut für Förderpädagogik, Universität Leipzig
Moderation: Antidiskriminierungsbüro Leipzig

Wann: Dienstag, 19. Januar 2010 um 19:30 Uhr
Wo: Galerie für Zeitgenössische Kunst, Karl-Tauchnitz-Straße 9, Leipzig
Veranstalter: Antidiskriminierungsbüro Sachsen in Zusammenarbeit mit der Galerie für Zeitgenössische Kunst
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