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Pressestatement Antidiskriminierungsverband Deutschland

Berlin, 09. Februar 2012 
 
In migrantischen Communities ist dies keine Neuigkeit: Rassistische Einlasskontrollen gehören für Migrant_innen, People of Colour und Schwarze Deutsche zum Alltag, wenn siein Clubs und Diskotheken tanzen gehen wollen. Insbesondere junge Migranten schlagen beiihren ersten Versuchen am Nachtleben teilzuhaben oft hart auf. Sie erfahren schmerzhaft,dass sie nach ihrem Äußeren als unerwünscht kategorisiert werden.
 
In Feierstimmung unterwegs zu sein und an einer Diskothekentür unwiderruflich abgewiesenzu werden, ist für Betroffene meist eine verletzende Erfahrung. Und obwohl auch das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz diese Form von Diskriminierung unmissverständlichverbietet, zeigt sich im Beratungsalltag unserer Mitgliedsorganisationen, dass sich an denDiskotüren noch zu wenig tut. Um es deutlich zu sagen: Wir reden hier nicht über Einzelfälle.
 
Deshalb unterstützt der advd den Aufruf „Eintritt für alle - Fünf Schritte für einen diskriminierungsfreien Einlass“ des Antidiskriminierungsbüro Sachsen und desStudentInnenrates der Universität Leipzig. Die vorgeschlagenen Maßnahmen ergeben in derSumme einen wichtigen und nachhaltigen Lösungsansatz.
 
Gleichzeitig begrüßen wir die Klagen der Betroffenen als einen mutigen und kraftvollen Schritt, ihr Recht auf Gleichbehandlung einzufordern. Wir sehen nun das Gericht in derVerantwortung, Entscheidungen zu treffen, die von Diskriminierung betroffene Menschenstärken und sich deutlich in Richtung eines wirksamen Diskriminierungsschutzes zupositionieren.
 
Das vollständige Statement lesen Sie hier.
© ADB 2014