Startseite

Das Antidiskriminierungsbüro Sachsen (ADB)

...ist eine zentrale Anlaufstelle im Freistaat Sachsen für alle Fragen zu Diskriminierung aufgrund rassistischer Zuschreibungen, ethnischer Herkunft, Religion und Weltanschauung, des Geschlechts, der sexuellen Identität, des Lebensalters oder Behinderung sowie Mehrfachdiskriminierung.

Stellenausschreibung: Mitarbeiter_in Öffentlichkeitsarbeit (10.03.2017)

Das Antidiskriminierungsbüro (ADB) eröffnet nochmals das Verfahren und sucht zum 01.05.2017 eine_n Mitarbeiter_in für das Projekt "Beratung stärken - Rechte durchsetzen - Inklusion leben. Qualifizierte Antidiskriminerungsberatung für Menschen mit Behinderung" in Leipzig (20h/ Woche, TVöD 10, befristet bis 31.12.2018).Die Stelle ist in ein erfahrenes Projektteam eingebunden. Eine Einarbeitung in den Aufgabenbereich wird ermöglicht.

Im Rahmen des Projektes „Beratung stärken – Rechte durchsetzen – Inklusion leben“ ist die Stelle eine_r Projektmitarbeiter_in für den Aufgabenbereich Öffentlichkeitsarbeit zu besetzen. Schwerpunkt der Arbeit ist die Presse – und Öffentlichkeitsarbeit des Projekts.

Wir freuen uns insbesondere über Bewerbungen von Menschen mit Behinderung und/ oder persönlichem bzw. familiären Zugang zu Behinderung, da das ADB in seiner Mitarbeiter_innenstruktur möglichst vielfältige Erfahrungshintergründe repräsentieren möchte.

Diesen Artikel lesen: Stellenausschreibung: Mitarbeiter_in Öffentlichkeitsarbeit

Hamburger Wohnungsbaugesellschaft wegen rassistischer Diskriminierung verurteilt (08.03.2017)

Logo Antidiskriminierungsverband Deutschland

Das Amtsgericht Hamburg-Barmbek hat die städtische Wohnungsbaugesellschaft zu einer Entschädigungszahlung von 1.008,00 € wegen Diskriminierung bei der Wohnungsvergabe verurteilt (811b C 273/15). Es handelt sich um ein wegweisendes Urteil nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) zu dem weit verbreiteten Problem rassistischer Diskriminierung beim Zugang zu Wohnraum.

„Die Tatsache, dass anhand von Namen und daraus abgeleiteter Herkunft unterschieden wird, ist so alltäglich wie skandalös. Die Erfahrung der Klägerin ist zugleich die Erfahrung von vielen Menschen in Hamburg und in Deutschland. Ihr Name, ihre Hautfarbe, ihre Sprache oder ein religiöses Symbol bieten Anlass, eine Wohnung zu verweigern. Diskriminierung kommt für sie zu der allgemeinen Wohnungsnot und sozialer Benachteiligung auf dem umkämpften Wohnungsmarkt noch hinzu.“ 

Sie ergänzt: "Die wenigsten Menschen haben die Kraft und die Möglichkeiten sich so effektiv gegen Diskriminierung zu wehren, wie die Klägerin. Auch deswegen ist dieses Urteil ein wichtiges Signal.“

Diesen Artikel lesen: Hamburger Wohnungsbaugesellschaft wegen rassistischer Diskriminierung verurteilt

Stellungnahme: Menschenrechtsverletzungen in Einrichtungen der Behindertenhilfe sind kein Einzelphänomen (03.03.2017)

Einem großen Teil der Menschen mit Behinderung, die in Sondereinrichtungen leben und arbeiten, wird die Ausübung grundlegender Menschenrechte verwehrt, weil Ihnen eine selbstbestimmte Lebensführung nicht ermöglicht wird. Die Kritik an institutionell organisiertem Leben und Arbeiten von Menschen mit Behinderungen ist nicht neu. Bereits seit den 1970er Jahren machen Aktivist_innen auf Menschenrechtsverletzungen in Einrichtungen aufmerksam.

Auch wir haben die Erfahrung gemacht, dass Menschen, die in Sondereinrichtungen leben, von der Außenwelt abgeschottet und somit ihre grundlegenden Rechte eingeschränkt werden, als wir 2015 für die Studie der Antidiskriminierungsstelle des Bundes Menschen mit Lernschwierigkeiten zu ihren Diskriminierungserfahrungen befragten wollten. Viele Einrichtungen verweigerten uns die Interviewerlaubnis mit der Begründung, dass die betreuten Menschen nicht diskriminiert würden, und ohnehin nicht verstehen könnten, was Diskriminierung sei", erklärt Antje Barten, Beraterin im Antidiskriminierungsbüro.

Diesen Artikel lesen: Stellungnahme: Menschenrechtsverletzungen in Einrichtungen der Behindertenhilfe sind kein Einzelphänomen

Ausstellung "Unterschiede, die einen Unterschied machen" in Heidelberg (24.02.2017)

Eingangsbereich Ausstellung

Vom 7. Februar bis zum 2. April 2017 zeigen das Heidelberger Antidiskriminierungsprojekt HD.net-Respekt! gemeinsam mit dem Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma (DokuZ) die Ausstellung „Unterschiede, die [auch in HD] einen Unterschied machen“.

Die interaktive und barrierefreie Ausstellung wurde vom Antidiskriminierungsbüro Sachen e.V. so konzipiert, dass sie bewusst gewohnte Sicht- und Denkweisen irritiert, privilegierte Gruppenzugehörigkeiten sichtbar macht und so an die Besucher*innen die Einladungen zur Selbstreflexion ausspricht: Was hat Diskriminierung mit mir zu tun?

Diesen Artikel lesen: Ausstellung "Unterschiede, die einen Unterschied machen" in Heidelberg

© ADB 2014